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Allergie durch Futtermilben bei Hunden und Katzen

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Was sind Futtermilben und wie kommen sie in das Futter?

Die kleinen Spinnentierchen leben quasi überall, wo es Lebensmittel gibt oder diese verarbeitet werden. Mit dem bloßen Auge sind sie meist nicht erkennbar, da diese so winzig sind. Einen Befall erkennt man meist am sogenannten Milbenstaub, so wird der staubähnliche Kot bezeichnet. Die Milben können bereits im Rohstoff des Futters in die Herstellerbetriebe eingeschleppt werden, vor allem in Getreide sind sie häufiger zu finden. Auch beim Verarbeiten oder Abfüllen kann eine Kontamination durch Mehl- oder Staubreste im Betrieb passieren. Am problematischsten jedoch ist die Lagerung des Trockenfutters beim Halter. In jedem Haushalt gibt es Vorratsmilben. Steht der geöffnete Futtersack zu lange offen oder ist gar aus Papier, gelangen die Krabbeltierchen auch schnell da hinein.
 

Woran ist die Erkrankung ersichtlich?

Der eigentliche Allergieauslöser ist der Kot der Milben. Die Symptome sind oftmals sehr vielfältig und nicht klar definiert. Asthmatische Beschwerden können auftreten, Hautveränderungen in Form atopischer Dermatitis (chronisch entzündliche, mit Juckreiz verbundene Hauterkrankung) und Verdauungsstörungen mit Durchfällen. Zumeist liegt nicht nur eine Futtermilbenallergie vor, sondern die sogenannte Kreuzallergie, hierbei ist im besonderem die Hausstauballergie vorherrschend. Beim Fressen kommt meist die Nase sehr nahe an das Futter, dadurch wird der Milbenkot eingeatmet und gelangt bis in die Lunge, das kann bei empfindlichen Fellnasen zu teils heftigen Asthmaanfällen führen. Husten und eine laufende Nase können auch Symptome sein. Die Hautveränderungen bei der Allergie können sowohl durch Fellkontakt als auch durch das Fressen des kontaminierten Futters entstehen. Bei Hunden sind oft Schlappohren besonders betroffen, jedoch kann jede Stelle des Körpers die Entzündungen bekommen. Starker Juckreiz führt zu Unruhe bis hin zu Aggressionen, durch vermehrtes Kratzen oder lecken entstehen kahle und entzündete Bereiche. Am heftigsten sind die Auswirkungen auf den Magen-Darmtrakt. Chronische Gastritis (Magenschleimhautentzündung), Erbrechen und Durchfälle schwächen den kranken Vierbeiner extrem. Es kann zu Dehydrierung und starker Abmagerung kommen. Ebenfalls lohnt sich ein genauer Blick in den Futterbehälter, riecht es minzig und ist am Boden der Milbenstaub sichtbar, ist das Futter hochgradig kontaminiert. Bei dem leisesten Verdacht auf Futtermilbenallergie sollte dringend der Tierarzt aufgesucht werden.
 

Wie kann dem Tier geholfen werden?

Der Tierarzt wird einen individuellen Behandlungsplan erstellen, als Soforthilfe wird in manchen Fällen Cortison zur Linderung der Symptome und zur Erleichterung des Wiederaufbaues der Fellnase gegeben. Das befallene Futter muss sofort entsorgt werden, Liegeplätze gründlichst, am besten mit einem Dampfreiniger, gereinigt, Futterbehälter und Näpfe, falls möglich, in der Spülmaschine gespült werden. Die Milben sterben ab einer Temperatur von 60 Grad ab. Das Einfrieren verhindert das weitere Wachstum der Larven. Im Fachhandel ist spezielles Allergikerfutter für Hunde und Katzen erhältlich, die Überlegung sollte auch sein, auf Trockenfutter ganz zu verzichten und entweder nur Dosenfutter anzubieten oder zu barfen. Beim Barfen ist höchste Vorsicht angeraten, da durch verschiedene Zusätze, bei zum Beispiel Haferflocken, die Allergie wieder ausbrechen könnte. Wichtig ist die korrekte Lagerung des Futters in fest verschlossenen Tonnen, zur Entnahme nur frisch gereinigte Geräte verwenden. Am besten im Internet recherchieren und sich im Zoofachhandel beraten lassen, welche Ausführungen erhältlich sind. Futtermittel auch nicht in Ställen oder direkt bei Lebensmitteln aufbewahren. Oftmals wird geraten, das Futter portionsweise einzufrieren. Die nötige Größe des Futtersackes ist auch einer Überlegung wert, statt 10 kg Gebinden eventuell auf 2,5 oder 5 kg wechseln. Die penible Reinigung des Behälters mit Essig, wenn dieser leer ist, darf auch nicht vergessen werden. Danach bitte an der frischen Luft ausriechen lassen. Das Haustier sollte während des Staubsaugens nicht in der unmittelbaren Nähe sein da sich Milben sowie Kot in der aufgewirbelten Luft verteilen, vielleicht sollte sogar über die Anschaffung eines Wasserstaubsaugers nachgedacht werden, hier wird die eingesaugte Luft durch einen Wassertank geleitet und kommt sauber wieder raus. Die Liegeplätze können mit speziellem Milbenspray behandelt werden. Feucht abwischbare Böden und Möbel bewähren sich in diesem Falle auch.

Das alles klingt sehr zeitaufwendig und teuer, das ist es aber nicht. Mit Geduld und ein wenig Fleiß geht es der Fellnase bald besser und bei strikter Befolgung der tierärztlichen Ratschläge lässt sich die Futtermilbenallergie sehr gut in den Griff kriegen.

Viele Grüße und viel Gesundheit,

Ihr Hendrik Groth



PS: Vielleicht ist dieses Thema auch interessant für Sie, wenn Sie ständig mit den sogenannten Hotspots (entzündliche Stellen im Fell / auf der Haut) Ihres Haustieres zu tun haben:

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